Herkunft

Die Eltern

Das Elternhaus

Die Großmutter


Regina Theresia Albers wird am 05. August 1872 in Dornheim / Kirchrarbach bei Schmallenberg auf dem Knapenhof geboren. Albers sind ein uraltes Bauerngeschlecht laut Ahnentafel ab 1555. ‚Threschen’ ist das fünfte Kind von Hoferbe Franz-Josef Albers, genannt ‚Knape’ und Regina, verwitwete Funke, geborene Volpers aus Köttinghausen. Franz Josef, geboren am 30.November 1842 und Regina, geboren am 16.Juni 1843, haben am 04. November 1869 kirchlich geheiratet


Drei Tage nach ihrer Geburt am 08. August 1872 wird Regina Theresia in der St. Lambertus - Pfarrkirche in Kirchrarbach getauft. Junge Verwandte, die zweiundzwanzigjährige Regina Friedrichs und der achtundzwanzigjährige Wilhelm Albers werden Taufpatin und Taufpate.


Therese wächst auf in einer Großfamilie mit ihrer Großmutter,
den Eltern und Geschwistern, Onkeln und Tanten, Knechten und Mägden in einem gesunden Fachwerkhaus neben der Kapelle des Dorfes auf. Gemeinsames Gebet, Maiandachten oder im Oktober Rosenkranzandachten und religiöses Brauchtum als religiöse gestimmte Atmosphäre prägten die Gemeinschaft.


Die Großmutter Elisabeth, geborene Stehling aus Berlar, gestorben 1888, ist ihr ein Vorbild. Diese ist Heilpraktikerin für kleinere Unfälle und kranke Tage. Sie sammelt Blüten und Blätter als Medizin für Mensch und Vieh. Therese erlebt ihr Zuhause als ‚Freud und Leid' bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, als ‚Sorge und Not' um Tiere und  Ernte. Zu Therese und ihren ersten vier Geschwistern, kommen noch zwei weitere Brüder.
Zu den eigenen sieben Kindern nehmen die Eltern zwei Halbwaisen, ebenfalls Jungen, aus der Verwandtschaft auf, dazu ein elternloses Mädchen aus der Familie sowie eine fremde Waise.
Therese ist geprägt von nie versiegendem Humor mit Spielen und Streichen, aber sensiblem Gewissen bei ‚Untugenden'. Sie geht gerne sonntags und später werktags vor der Schule in die Kirche nach Kirchrarbach.




 Zeitgeschichte:

Es ist die Zeit des Kulturkampfes, in der die katholische Kirche in Deutschland verfolgt wird. Der preußische König Wilhelm I. beruft 1866 Otto Graf Bismarck zum Reichskanzler und verfolgt mit ihm die Einigung Deutschlands unter Preußens Führung. Nach dem 1. Vatikanischen Konzil 1869/70 und dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wird Wilhelm I. in Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Gegen die Vorrangstellung des römischen Papstes und seiner Unfehlbarkeit in Glaubens- und Sittenfragen strebt das protestantische Kaisertum eine romfreie Nationalkirche an. Ab 1871 entstehen eigene Gemeinden, ab 1873 das Katholische Bistum der Altkatholiken von Deutschland mit Bischof Josef Hubert Reinkens (1821-1896). Erlassen werden Gesetze gegen politische Beeinflussung in der Kirche (Kanzelparagraph 10.12.1872), gegen die kirchlichen Rechte auf Schule und Religionsunterricht, zur Ausbildung und Anstellung der Priester und Bischöfe, über die Verwaltung des Kirchenvermögens (Maigesetze 1873/74), gegen die Tätigkeit der Orden und die Freiheit der Kirche überhaupt. Bis 1887 halten die heftigen Spannungen zwischen der Regierung und der katholischen Kirche bis hin zur Verhaftung und Ausweisung von Bischöfen, Priester und Ordensangehörigen an.